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Lebenszeichen


Wir sind gut in Chicago gelandet. Und wenn wir in den letzten Tagen etwas stiller waren, lag das vor allem daran, dass sehr viel zu erledigen war und wir kein richtiges Internet hatten.

Da Ihr sicher furchtbar neugierig seid, schreibe ich einen kurzen Bericht. Es ist gerade 20 nach 8 Uhr, aber ich bin schon totmüde, dem Jetlag sei Dank.

Die Anreise war unkompliziert – mal von Air Berlin, die uns durch Wegnahme des Handgepäcks auf den Hinflug fast den Flieger nach Chicago verpassen ließen und einer holprigen Landung in Chicago, die jemand veranlasste in den Flieger zu kotzen, abgesehen. Die Einreisekontrolle war auch unspektakulär!

Auf unserem aller ersten Spaziergang trafen wir dann auch schon  bekannte Gesichter und dann war es soweit: Wir konnten unsere Wohnung zum ersten Mal sehen.

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Ich zeige hier mal ein Teaserbild, mehr folgt in den nächsten Tagen und Wochen. Ich nenne sie liebevoll unser Baumhaus, ganz grün, mit wildem Wein bewachsen, umgeben von Bäumen mit ganz vielen Eichhörnchen, Vögeln und Zikaden!

Da die Wohnung (entgegen aller Befürchtungen mancher Herrschaften *Blick zu Knut*) existierte und gross genug war, ging es am nächsten Tag zu Ikea. Meine Kollegen halten mich deswegen jetzt schon verrückt, weil wir mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Ikea gefahren sind. Eigentlich war es ganz einfach: Red Line – Blue Line und dann 47 Stationen mit dem Bus. Auf dem Rückweg haben wir noch andere Leute getroffen, die das auch machen – alles Ausländer!

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Ikea war gross und schön und der Service ist super. Man zahlt 30$ und dafür muss man nur die Nummern aufschreiben und andere Leute suchen alles – ja, auch die Teelichter – für einen heraus und für weitere 60$  wird geliefert. Das hat sich bei 80 Paketen ganz gut gelohnt. Ich erzähle besser nicht von den armen Jungs, die dann alles bei uns in den zweiten Stock schleppen mussten. Moderne Ikea-Sklaven.

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Seitdem bauen wir an unseren Möbeln – hier entsteht gerade ein Lattenrost aus 40 einzelnen  Latten – danke Ikea!!! Und organisieren Dinge, zum Beispiel – Konto eröffnen, Handys mit amerikanischen Simkarten ausstatten, den Baumarkt unsicher machen und und und… Gerade versucht Knut Internet für unsere Wohnung zu besorgen und HBO… 🙂 Game of Thrones – we are coming … Das Problem ist, dass wir extrem unkreditwürdig sind und daher ohne Probleme weder eine Kreditkarte bekommen, noch einen Mobilfunkvertrag und und und… Das heisst, viel Paperwork – aber es läuft.

P.S.: Wer sich wundert, warum ich noch nicht aus dem OI (= Oriental Institute) berichte: So viel gibt es noch nicht zu erzählen. Ich habe schon viele Kollegen getroffen und nette Gespräche geführt. Mein Büro ist noch nicht fertig…. Im OI ziehen gerade alle um. Irgendwie kommt mir das bekannt vor ?

 

3 thoughts on “Lebenszeichen

  1. Hey, das freut mich aber das Knut unrecht hatte und die Wohnung existiert. Von dem Teaser her würde ich sogar sagen die sieht ganz chic aus. Wenn ihr ein gutes Kreditrating aufbauen wollt, nehmt einen kleinen Kredit auf nur um ihn anschließend wieder mit eh vorhandenem Geld abzubezahlen. Klingt total stumpf, ist es auch, aber so funktioniert das ganze 😉

    LG

  2. hallo ihr zwei,
    schaut doch wunderbar vertraut aus. Ikea 😀 und mit einem Supertool alles zusammenbasteln, eure neue Bleibe. …
    kennt man dort kein Bargeld? 😀 sorry aber ich lebe ja in #Neuland da ist alles so anders.

    viele Grüße

    • Kreditkarte ist hier scheinbar der Normalzustand. Bargeld ist allerdings auch möglich, gelegentlich kommt man sich aber schon vor wie ein Exot 🙂

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